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Teil 1 - Gesunde Lebensführung als Basis für Gesundheit

Übersicht:

1. Gesunde Lebensführung als Basis für Gesundheit
2. Vitamine & Co.
3. Heilkräuter und Pilze zur Stärkung und Immunmodulation
4. Maßnahmen bei Erkältungen und grippalen Infekten
5. Leben in besonderen Zeiten

1. Gesunde Lebensführung als Basis für Gesundheit
Wichtig: Gesunde Ernährung - eine Säule für unsere Gesundheit!

Immer wenn es um „gesunde Ernährung“, oder „vorwiegend pflanzliche Ernährung“ geht, meinen viele, man müsse von nun ab rohes Gemüse mit ein paar Sonnenblumenkernen essen und dazu Kamillentee trinken. Das würde ich allerdings selbst nicht mitmachen! War man vor 30 Jahren als VegetarierIn noch eine Art bedauerliche ExotIn, so findet man heute hingegen an jeder Supermarktkasse Zeitschriften mit leckeren, gesunden, fleischreduzierten und sogar vegetarischen Gerichten!

Katastrophen kriegen wir auch ohne Corona hin...!
Das Ergebnis einer internationalen Langzeitstudie zum Thema Ernährung hat ergeben, dass jährlich weltweit 11 Millionen Menschen durch ungesunde Ernährung sterben. Das Ergebnis wurde in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht. Im Jahr 2017 sind demnach allein in Deutschland 134.460 Menschen an Folgen einer ungesunden Ernährung gestorben! Das sind mehr als 10.000 jeden Monat! zur Webseite des MDR
Trotz dieser hohen Zahl wurde bisher, wie wir alle wissen, kein einziger Produktionszweig stillgelegt, um hiernach mit staatlicher Hilfe auf eine langfristige Herstellung gesunder und ökologischer Lebensmittel umzusatteln.

Die herkömmliche Bestückung der Einkaufswagen im Supermarkt läst ahnen, warum die Zivilisationserkrankungen so stark auf dem Vormarsch sind. Unsere „moderne“ Ernährung birgt 3 große Gefahren: Überernährung in Bezug auf „leere“ Kalorien, gleichzeitige Mangelernährung bei Vitaminen, Mineralstoffen, Mikronährstoffen, Ballaststoffen u.a. sowie eine schleichende Vergiftung aufgrund der vielen künstlichen Zusatzstoffe. Dennoch ist es der Lebensmittelindustrie gestattet, uns immer noch ungebremst ihre Kreationen anzupreisen. „Ja, aber ich habe doch nichts, mir geht es doch gut...“, denken wir. Doch das, was sich schleichend entwickelt, bemerken wir auch nicht sofort, sondern oft erst Jahre später, wenn sich Symptome zeigen und die sogenannten Zivilisationserkrankungen (Thema „Vorerkrankungen und Corona“) ihren Lauf nehmen. Je nach Konstitution kann der Organismus sehr lange überraschend viel kompensieren. Darum wird, wenn sich dann im Alter Probleme zeigen, alles gern dem natürlichen Alterungsprozess zugeschrieben. Warum also etwas ändern?
Kurz: Sie tun Körper, Geist und Seele etwas nachhaltig Gutes, wenn Sie sich vorwiegend pflanzlich und vollwertig ernähren. Und das hat nichts mit Verzicht auf Genuss zu tun! Zudem ist pflanzlich-vollwertige Ernährung ökologischer und reduziert viel Leid.

Stärken Sie Ihren Darm!
70 - 80 % unseres Immunsystems befindet sich tatsächlich in unserer Darmschleimhaut. Zahlreiche Lymphknoten und Lymphfollikel arbeiten dort mit Hilfe immunkompetenter Zellen, um Krankheitserreger zu erkennen, abzuwehren und Antikörper zu bilden. Auch die in der Darmflora naturgemäß ansässigen und erwünschten Bakterien haben für unser Immunsystem eine wichtige Bedeutung. Sie verdrängen gefährliche Krankheitserreger und können sogar Viren unschädlich machen! Diese ständige Auseinandersetzung mit den lokalen Bakterien ist ein immens wichtiges Training für unser Immunsystem. Doch kann die Zusammensetzung des Mikrobioms im Darm sowohl aus dem Gleichgewicht geraten, als auch gestärkt werden. Ausführlich gehe ich darauf in meinem Newsletter zum Thema Darm ein: mehr Informationen

Rauchen... bitte aufhören!
Eigentlich weiß heute jeder über die Schädlichkeit des Rauchens hinlänglich Bescheid. Lassen Sie mich dennoch auf ein paar Fakten und Hilfen hinweisen.
Wir alle, wenn wir einmal ehrlich sind, pflegen mehr oder minder starke, uns lästig gewordene Angewohnheiten bis hin zu Süchten. Ob es sich nun „nur“ um Schokolade handelt, oder um Alkohol, exzessiven Sport, Handy-, Fernseh-, Putz- oder Kaufsucht... der Möglichkeiten und Verführung sind viele. Nikotin hat jedoch einen extrem starken körperlichen Suchteffekt. Auch wenn es nicht einfach ist, davon loszukommen: Es gibt Hilfen!
Gern kann ich Ihnen Unterstützung anbieten, das Rauchen erfolgreich und langfristig zu beenden.
Und zwar mit dem 3-Schritte-Programm! Bei Interesse sprechen Sie mich bitte gerne darauf an!

Kostenlos und unverzichtbar: Bewegung!
Auch wenn die ZDF-Heinzelmännchen und ebenso prominente Persönlichkeiten nicht müde wurden zu raten: „Bleibt zuhause!“, so ist es doch wichtig, sich zu erinnern, dass sich unsere Politik nicht für eine Ausgangs- sondern nur für eine Kontaktsperre entschieden hat. Bewegung war und ist erlaubt unter Beachtung der gegenwärtigen Verordnungen!
Die Heinzelmännchen haben es wirklich gut. Denn sie scheinen ganz im Gegensatz zu uns, nicht zu altern. Mit dem Älterwerden ist aber bei Bewegungsmangel auch ein nicht zu unterschätzender Muskelabbau verbunden! Zugleich kann im Nervensystem die muskuläre Koordination und das Gleichgewicht durch mangelnde Anforderungen abnehmen. Zudem brauchen auch das Herz-Kreislauf-System, die Psyche und ein guter Blutzuckerspiegel ständig Bewegung, damit es uns gut geht und damit wir uns weitestgehend stabil, sicher und belastbar fühlen. Auch die Lungenfunktion wird durch Bewegung gestärkt. Da Covid 19 Menschen mit Vorerkrankungen besonders schnell auch in der Lunge angreift, ist dieser Zusammenhang ganz besonders wichtig!

Darüber hinaus möchte ich Sie erinnern, dass Bewegung und moderater Sport auf natürliche Weise unser Im-munsystem stärkt! Gebannt von der Katastrophe Bewegung zu meiden, oder sich extremen „sportlichen“ Belastungen auszusetzen, macht dagegen anfälliger für alle Arten von Erkrankungen.
Bei moderater körperlicher Anstrengung produziert der Körper Botenstoffe und Hormone, die das Immunsystem nachweislich gegen Infekte stärken. Gleichzeitig wird die geistige Leistungsfähigkeit erhöht und die Psyche gestärkt. So sind wir in der Lage, flexibler auf Belastungen zu reagieren und Stress abzubauen. Und - hier schließt sich der Teufelskreis - Stress in jeglicher Form (Sorgen um den Arbeitsplatz, Geldnöte, Ärger mit den Mitmenschen, Angst vor Krankheit, Trauer und Verlust u.v.a.m.) macht uns anfälliger für Infekte.

Zum Glück gibt es im Moment viele Onlineangebote für Sport, Qigong, Pilates und Yoga. Auch Treppensteigen und Kniebeugen sind stärkend. Und warum nicht einmal Musik anstellen und ungezwungen lostanzen?

Apropos Tanzen...

Singen stärkt nicht nur das Immunsystem!
Vielen wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge wirkt Singen sich nicht nur positiv auf die Stimmung aus, sondern stärkt das Immun- und Herz-Kreislauf-System und kräftigt die Atemwege. Einen kleinen Überblick gibt der folgende gut lesbare Artikel des mdr: zur Webseite des MDR
Dabei kommt es nicht darauf an, ob wir schön oder richtig singen, sondern die Freude am Singen ist maßgeblich. Das Internet ermöglicht uns den Zugang zu unserer Lieblingsmusik und auch Karaoke-Angeboten und in vielen Fällen können wir gleichzeitig die passenden Texte finden.

Entspannung und innere Balance für eine gute Abwehr!
Kurz: Chronischer Stress beeinträchtigt das Immunsystem, da die Zahl der Immunzellen im Blut sinkt. Wir werden anfälliger für Krankheitserreger. Innere Balance und Wohlbefinden hingegen stärken das Immunsystem! Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt, dass Entspannungsübungen und Meditation vielseitige, medizinisch nachweisbare Auswirkungen auf den Körper haben. Unter anderem wird das Immunssystem signifikant gestärkt!

Zu diesem Zweck empfehle ich Ihnen beispielsweise den Body-Scan und die Atementspannung. Beide finden Sie erfreulicherweise auf der Homepage der Techniker Krankenkasse zum Download:
Body Scan, zur Webseite der TKK
Atementspannung, zur Webseite der TKK

Vielen Menschen gelingt es heutzutage leider nicht mehr loszulassen, den Stress des Tages abzuschütteln, ihre Sorgen und Ängste hinter sich zu lassen. Sollten Sie also Hilfe benötigen oder eine für Sie persönlich zugeschnittende Entspannungsmethode suchen, so kann ich Sie dabei sehr gerne mit meinem Individuellen Tiefenentspannungstraining unterstützen! In einem persönlichen Gespräch (aktuell auch telefonisch oder online möglich) finden wir gemeinsam heraus, welche Art der Anleitung Sie am besten unterstützt. Eine Aufnahme der Anleitung maile ich Ihnen dann im Anschluss per Email mit weTransfer zu, damit Sie sie bequem für sich herunterladen  und zu Hause damit arbeiten können.
Individuelles Tiefenentspannungstraining

Mehr Natur: Waldbaden auf Rezept!
Nein, leider nicht bei uns, aber in Japan scheint es das sogenannte „Waldbaden“ wegen seiner positiven ge-sundheitlichen Auswirkungen sogar auf Rezept zu geben. Denn während ein Ausflug in den Wald bei uns Deut-schen leider nicht sehr verbreitet ist, zählt inzwischen das sogenannte Shinrin Yoku (Waldbaden) in Japan zu einem festen Bestandteil des staatlichen Gesundheitssystems. Seit 2012 können Studierende an japanischen Universitäten eine fachärztliche Spezialisierung in Waldmedizin belegen.

Wieso Wald? Was war da noch mal los?
Näheres über die gesundheitliche Wirkung von Waldspaziergängen finden Sie in folgendem schönen Beitrag
des NDR: zur Webseite des NDR

Mitgefühl - eine unterschätzte Ressource!
Da ich persönlich Mitgefühl als eine der wichtigsten Säulen für unsere seelisch-körperliche Gesundheit betrachte, gehört sie eigentlich an die oberste Stelle in diesem Newsletter. Denn wenn wir alle gut versorgt sind, es aber an Mitgefühl und menschlicher Wärme, sei es durch uns oder durch andere mangelt, fehlt uns dann nicht das Kostbarste, das ein Leben überhaupt erst wertvoll macht?

Mitgefühl ist nicht nur für die Mitmenschen und die Gesellschaft hilfreich, sondern empathische Menschen leben dadurch auch selbst gesünder, glücklicher und länger, wie durch eine Vielzahl gut recherchierter empirischer Forschungsergebnisse mittlerweile bestätigt wurde! Demnach sind empathische Menschen zufriedener, erfolgreicher und weniger anfällig für Krankheiten. Sie können Stress wesentlich besser verarbeiten und leiden seltener an Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen. Um in Balance zu bleiben ist es von Bedeutung Mitgefühl und Akzeptanz auch für sich selbst zu entwickeln. Dazu gehört es, die eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu kennen, ebenso die eigenen Stärken und Schwächen.

Mitgefühl bedeutet nicht Mitleid. Denn wenn wir mitleiden, leiden wir tatsächlich und letztlich hilft es dem anderen nicht. In Folge wird unsere Empathie sich abschwächen, um uns zu schützen. Wirkliches Mitgefühl jedoch wirkt sich immer stärkend für unser Gegenüber und für unsere eigene seelisch-geistige Gesundheit aus. Wirkliches Mitgefühl kommt metaphorisch gesprochen von Herzen und spendet Wärme. Unser Gegenüber fühlt sich infolge wohler, ohne dass es großer Gesten und Worte bedarf.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: natürlich ist dies den meisten unter Ihnen nur zu bekannt! Doch meist machen wir es uns nicht wirklich bewusst, welchen unglaublichen Schatz wir da in uns tragen. Und wie oft halten wir ihn im Stand-By-Modus. Erinnern möchte ich an dieser Stelle nur, dass wir es in der Hand haben, diesen Schatz zu pflegen und so oft als möglich zu aktivieren.
Ricarda Huch sagte einmal: „Liebe ist das Einzige, was wächst, wenn wir es verschwenden!“

Hilfreich, wenn es mal schwierig mit dem Mitfühlen werden sollte, finde ich auch folgende indianische Weisheit:
„Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin.“